Aktuelles
Goldene Palme für LA VIE D'ADÈLE
Keine Überraschung, aber trotzdem mutig: die Goldene Palme des 66. Festival du Cannes geht an LA VIE D'ADÈLE von Abdellatif Kechiche. Die anderen Entscheidungen der Jury fallen wenig spektakulär, bei den Darstellerpreisen sogar etwas enttäuschend aus.
Mehr lesen...Preis der Ökumenischen Jury
Die gemeinsame Jury der christlichen Kirchen tut sich bei einem Festival wie Cannes höchstens mit ihrer Entscheidung schwer; Filme, die Spiritualität und Filmkunst in Beziehung setzen, gibt es in jedem Jahr mehr als genügend. Der diesjährige Preisträger ist LE PASSÈ von Asghar Farhadi.
Mehr lesen...Cannes (XII): Palmen-Aspiranten
Am Ende eines guten, wenn auch nicht überragenden Festivals richten sich das Interesse auf die potenziellen Palmen-Kandidaten. Das ist in diesem Jahr schwerer vorherzusagen als sonst, was nicht nur an den Filmen, sondern auch an der Zusammensetzung der Jury liegt, in der so unterschiedliche Filmemacher wie Steven Spielberg, Ang Lee, Christian Mungiu und Naomi Kawase sitzen.
Mehr lesen...Cannes (XI): Tores Opfer
"Tore tanzt”, der Debütfilm von Katrin Gebbe, erzählt vom Martyrium eines frommen Losers, der sich aus Naivität und religiösem Wahn opfert. Ein dunkler, verstörender, äußerst fragwürdiger Film, der zwischen Parabel und abseitigem SM-Drama mit religiösem Touch changiert.
Mehr lesen...Cannes (X): Nachträge
INSIDE LLEWYN DAVIS von Ethan & Joel Coen. BORGMAN von Alex van Warmerdam. GRISGRIS von Mahamt-Saleh Haroun. BEHIND THE CANDELABRA von Steven Soderbergh. UN CHATEAU EN ITALIE von Valeria Bruni Tedeschi. OMAR von Hany Abu-Assad. SHIELD OF STRAW von Takashi Miike. JIMMY P. von Arnaud Desplechin. Here we go.
Mehr lesen...Cannes (IX): Redford, Refn & Co.
Ein Mann, ein Boot. Mehr braucht es anscheinend nicht, um zwei Stunden lang in den Kinosessel zu bannen. Der Skipper ist Robert Redford, der seine 12 Meter lange Hochseejacht durch den Indischen Ozean steuert. Der Titel sagt alles: ALL IS LOST, inszeniert von J.C. Chandor. Großartig! In einem Meer aus Blut und Gewalt geht hingegen Nicolas Winding Refn unter, der in ONLY GOD FORGIVES seine Talente spielen lässt – und deutlich macht, dass er nicht viel mehr als Kintopp im Kopf hat.
Mehr lesen...Cannes (VIII) Der erste Hammer
Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Das Cannes-Festival 2013 ist gut unterwegs, die Filme zumeist solide, bisweilen sogar herausfordernd. Was fehlt, sind formatsprengende Arbeiten, Kino, das ins Unbekannte vorstößt, provoziert, verschreckt. Erste Ausnahme: Paulo Sorrentinos LA GRANDE BELLEZZA, eine überlange LA DOLCE VITA & ROMA-Hommage, in der Fellini, Scola und Antonioni einen würdigen Nachfolger finden. Ein melancholisch-träumerischer Film über Exzess, Dekadenz, das eitle Bla, Bla, Bla der gehobenen Gesellschaft, der für wahre Schönheit – die einzige Quelle einer möglichen Hoffnung – der Sinn abhanden gekommen ist.
Mehr lesen...Cannes (VII): Claude Lanzmann & Khmer Rouge
Das ist das Wunder von Cannes: Von einem Film auf den anderen sitzt man plötzlich in einem anderen Universum. Eine kluge Festivaldramaturgie hat vor Claude Lanzmanns neuerliches Masterpiece LE DERNIER DES INJUSTES (Der Letzte der Ungerechten) einen kambodschanischen Film mit dem unscheinbaren Titel L’IMAGE MANQUANTE (Das fehlende Bild) gesetzt. Eine Art Trickfilm, in dem Rithy Panh seine eigene Leidensgeschichte unter der Roten Khmer mit Puppen erzählt.
Mehr lesen...Cannes (VI): Familienbilder
Wie sich die Zeiten und Ansichten doch ändern. In der wilden Phase des gesellschaftlichen Aufbruchs vor knapp fünf Jahrzehnten galt die Familie noch als Inbegriff all dessen, was der Freiheit und dem Glück des Individuums entgegenstand. Heute hingegen umflort eine melancholische Sehnsucht die Reparaturversuche, aus den Mauerreste der einstigen Familienfestung halbwegs stabile Behausungen zu zimmern. Für die westlichen Gesellschaften spitzt sich die Frage nach den sozialen Grundformen ihres Dasein aus immer mehr Gründen zu, wie man in LIKE FATHER LIKE SON von Hirokazu Kore-Eda beispielhaft ablesen kann.
Mehr lesen...Cannes (V): Von Body- und Cineguards
Beim Festakt für Jacques Demys PARAPLUIES DE CHERBOURG, der vor 50 Jahren die Goldene Palme gewann, hatte man noch geschmunzelt, als neben Christoph Waltz ein Bodyguard saß. Doch gestern war der athletische Begleiter mit dem Knopf im Ohr plötzlich ernsthaft gefragt: Bei einer Podiumsdiskussion hallten scheinbar echte Schüsse über die Croisette. Der Guard packte Waltz und Daniel Auteuil und zerrte sie kinoreif zum Ausgang.
Mehr lesen...Cannes (IV): Die menschlichen Knoten
Mit Asgahr Fahradis LE PASSÈ ist bereits kurz nach Beginn des 66. Festival du Cannes ein weiterer Kandidat für die Palmen aufgetaucht. Der Unterschied zu Ozons stylisch-edlem Jugenddrama spielt Fahradis Beziehungsfilm in der Patchwork-Welt der Migranten an den Rändern von Paris. Während Ozon einen mysteriösen Ennui verbreitet, pulsieren bei Fahradi die Themen und Probleme, auch wenn die eigentlichen Rätsel hier ebenfalls tief unter der Oberfläche verborgen liegen.
Mehr lesen...Cannes (III): REICH & LEER
Nach den ersten Filmen und der Lektüre des Festivalkatalogs ist es vielleicht noch etwas früh, über ein Thema zu spekulieren. Doch es könnte gut sein, dass sich Cannes in diesem Jahr inhaltlich am Reichtum abarbeitet – und den Problemen, die daraus resultieren.
Mehr lesen...Cannes (II): Les Parapluies de Cannes
Ein Schnappschuss von der Straße. Mittwochabend, kurz vor dem Start des 66. Festivals du Film in Cannes. Hochkonjunktur für Parapluies-Händler, die zwar keinen Abendanzug tragen, mit ihrer dunklen Hautfarbe aber ganz gut in dieses Bild gepasst hätten.
Mehr lesen...Cannes 2013
Morgen gehts los: Das 66. Festival in Cannes schmückt sich zur Premiere für "Der große Gatsby". In den folgenden Tagen gibt es hier täglich von Josef Lederle Festivalnews und Filmbesprechungen.
Mehr lesen...Berlinale: Das große Finale
Heute Abend erreichte die 63. Berlinale mit der Verleihung der "Bären" ihren Höhe- und Endpunkt. Viele Überraschungen gab es dabei nicht, dafür aber wohlverdiente Gewinner
Mehr lesen...Berlinale-Blog: Tag 9
Die zuletzt im Wettbewerb um den "Goldenen Bären" gezeigten Filme von Emmanuelle Bercot und Hong Sangsoo erzählen von weiblichen "Driftern". Konkurrenz dürften sie den bisher gezeigten Highlights aber nicht mehr machen.
Mehr lesen...Night Blogging IV - Sex, die ZWEITE
James Franco und andere Enttäuschungen
sex sucks – zumindest in diesem Jahr auf der Berlinale.
Mehr lesen...Berlinale-Blog: Tag 7 und 8
Neues aus dem Wettbewerb: Starke Beiträge aus Osteuropa setzen sich mit maroden Gesellschaftsstrukturen und der Notwendigkeit solidarischen Handelns auseinander; das US-Kino sorgt mit Genre-Beiträgen für Entlastung.
Mehr lesen...Berlinale-Blog: Tag 6
Künstler, die nicht arbeiten können, standen im Mittelpunkt des gestrigen Wettbewerbs.
Mehr lesen...Night Blogging III - Things To Come...
oder hoffentlich nicht...?!
A-Filmfestivals, wie die Berlinale, haben neben dem ehrenwerten Wettbewerb und den mannigfaltigen Nebensektionen, immer auch assoziierte Reihen im Schlepptau,
Mehr lesen...Berlinale-Blog: Tag 5
Halbzeit bei der Berlinale – Zeit, einige Themen und Motive herauszufiltern.
Mehr lesen...Berlinale-Blog: Tag 4
Heftig diskutiert: Thomas Arslans "Gold" mit Nina Hoss als Westernheldin. Eine weitere starke Frauenfigur gab es im chilenischen Wettbewerbsbeitrag "Gloria".
Mehr lesen...Night-Blogging II - Gefühlte Stars
Wem gehört denn nun die Berlinale, zumindest deren volle Aufmerksamkeit?
Mehr lesen...Night-Blogging I: Sex, die ERSTE
Ist die Berlinale in diesem Jahr eine Spielwiese von hemmungslosem Sex?
Mehr lesen...Berlinale Blog: Tag 1
Felicitas Kleiner | Jörg Gerle
Es ist immer ein schöner Moment, wenn man die Akkreditierung für ein Filmfestival abholt: Man hängt sich dieses kleine Stückchen Ausweis-Plastik um den Hals – und hat damit einen Schlüssel, der einem in den folgenden Tagen all die Welten aufschließt, die in den Festivalfilmen kondensiert sind.
Mehr lesen...Berlinale-Blog
Über vierhundert Filme in zehn Tagen: Mit Wong Kar Wais "The Grandmaster" beginnt in Berlin Deutschlands größtes Festival. Felicitas Kleiner und Jörg Gerle vom FILMDIENST sind mittendrin und kommentieren Festivalhöhepunkte diesseits und jenseits des Wettbewerbs.
Mehr lesen...Venedig (11): Die Preise
Die Jury unter Regisseur Michael Mann hatte es in diesem Jahr wirklich nicht leicht: Mit dem Wettbewerb hat der neue “Mostra”-Direktor Alberto Barbera allen Befürchtungen eindrucksvoll Contra gegeben, dass Venedig nach dem Wechsel von Marco Müller nach Rom an Bedeutung verlieren könnte.
Mehr lesen...Venedig (10): Heimspiel
Für die deutschen Journalisten, deren Rückflug in Folge des Lufthansa-Streiks annulliert wurden, gibt es bei der “Mostra” als Trost zwei cineastische Grüße aus der Heimat: Brian de Palmas Thriller „Passion“, entstand als französisch-deutsche Co-Produktion. Der Film spielt in Berlin und präsentiert neben den Stars Naomi Rapace und Rachel McAdamas viele deutsche Schauspieler – vor allem Karoline Herfurth.
Mehr lesen...Venedig (9): Endspurt
Allmählich neigt sich die „Mostra“ dem Ende zu. Die Filme, die gestern und heute im Wettbewerb gezeigt worden sind, haben noch für Aufsehen gesorgt; aber ob sie sich im Kampf um den „Goldenen Löwen“ gegen Malick, Seidl und Kim Ki-duk behaupten können? In der Gunst vor allem der italienischen Kollegen gehört auch Marco Bellocchios „La bella addormentata“ zu den Favoriten.
Mehr lesen...Venedig (8): Pietà
Besonders schön an Festivals sind immer die Überraschungen: Filme, in deren Screening man ohne besondere Erwartung geht und die sich dann als Entdeckung entpuppen. Gestern ging es mir so mit einem Film, der außer Konkurrenz gezeigt wurde, dem russischen Dokumentarfilm „Anton tut ryadom“ („Anton’s Right Here“) von Regisseurin Lyubuv Arkus.
Mehr lesen...Venedig (7): Ideologische Grabenkämpfe
Ulrich Seidls Wettbewerbsbeitrag „Paradies: Glaube“ schlägt derzeit in Italien Wellen: Seidl, und seine Hauptdarstellerin Maria Hofstätter sind wegen Blasphemie angezeigt worden. Stein des Anstoßes ist eine Szene in der zweiten Hälfte des Films, in der die Hauptfigur Anna Maria ihr Kruzifix mit ins Bett nimmt, es in die Arme schließt und damit masturbiert – sicher eine Zumutung von einer Szene, die verstört, aber vor allem die Verstörung der Hauptfigur zum Ausdruck bringt, die an dieser Stelle des Films mehr und mehr an ihrem Konflikt zwischen ihrer Gottesliebe und den „irdischen“ Gegebenheiten und Ansprüchen der Welt, der eigenen Körperlichkeit, den Anforderungen ihres Ehemanns aufgerieben wird.
Mehr lesen...Venedig (6): Wunder
Wenn man im Wettbewerb der “Mostra” zur Halbzeit einen thematischen Leitfaden ausmachen kann, dann das hartnäckige Insistieren auf der Gretchenfrage: An was glauben die Figuren, welche Werte geben ihnen Halt (oder auch nicht)? Das betrifft zu vorderst natürlich “Paradies: Glaube” von Ulrich Seidl – für viele immernoch der stärkste Löwen-Anwärter -; es wird auf ganz unterschiedliche Weise aber auch in vielen anderen Filmen gespiegelt. Etwa in den diametral entgegengesetzten Filmen von Susanne Bier und Takeshi Kitano.
Mehr lesen...Venedig (5): Der Meister
Im Palazzo del Casino hat jemand Bilder von Terrence Malick aufgehängt, untertitelt mit der Frage: „Hat jemand diesen Mann gesehen?“ Offensichtlich ist Malick nicht auf dem Lido erschienen, um seinen Film „To the Wonder“ vorzustellen. Bei der Pressekonferenz glänzt er jedenfalls durch Abwesenheit; umso mehr schüren seine Hauptdarstellerin Olga Kurylenko, die Produzentin Sarah Green und andere Mitarbeiter das Mysterium Malick: das kreative Genie, das den Schauspielern in die Seele schaut, um das Beste aus ihnen herauszuholen.
Mehr lesen...Venedig (4): Vaterfiguren
Das amerikanische Kino ist stark vertreten im Wettbewerb der „Mostra“: Gerade feiert Paul Thomas Andersons „The Master“ mit Philip Seymour Hoffman und Joaquin Phoenix seine Premiere; morgen steht Terrence Malicks „To the Wonder“ auf dem Programm, am Dienstag folgt Harmony Korines „Spring Breakers“.
Mehr lesen...Venedig (3): Glaube
Mit Ulrich Seidls “Paradies: Glaube” hat der Wettbewerb der diesjährigen “Mostra” einen ersten Höhepunkt. Der Film ist das Herzstück einer Trilogie, deren erster Teil (“Paradies: Liebe”) im Frühjahr in Cannes seine Premiere feierte.
Mehr lesen...Venedig (2): Seitensprung (31.8.2012)
Heute Nachmittag steht bereits eine erste feierliche Preisverleihung auf dem Programm der “Mostra”: Michael Cimino wird mit dem “Persol Award” 2012 geehrt, der internationale Film-”Legenden” würdigen soll; im Anschluss wird sein Film “Heaven’s Gate” in einer von Criterion verantworteten digital restaurierten Fassung gezeigt. Preiswürdiges gab es unter den bisher präsentierten Wettbewerbsfilmen dagegen noch nicht zu entdecken; sie lassen noch viel Spielraum nach oben offen.
Mehr lesen...Cannes: Lauter Kompromisse
Eine Goldene Palme für „Amour“! Das ist die gute Nachricht. Alle anderen Entscheidungen der Internationalen Jury unter Vorsitz von Nanni Moretti geben weniger Anlass zum Jubeln. Sie zeugen von lauter Kompromissen, spiegeln in ihrer Mittelmäßigkeit aber ganz gut den diesjährigen Festivaljahrgang.
Mehr lesen...Alles so schön… „Orange“ hier! Großes Kino auf der ITFS 2012
Das Trickfilmfestival in Stuttgart wird 30 Jahre alt und punktet mit Lorx, dem neuen Werk des „Ich – Einfach Unverbesserlich“-Regisseurs Chris Renaud.
Mehr lesen...
